Westfälische Beutelwurst

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Bedeutung

Die westfälische Beutelwurst ist im Prinzip, und den Begriff brauche ich, glaube ich, nicht extra erklären, eine Blutwurst. Beutelwurst heißt sie, weil sie weder in einem Darm abgefüllt wird wie normale Wurst, noch zu einem Laib geformt wird wie bei Möpkenbrot. Sie wird, wie der Name fast schon erkennen läßt, traditionell in Leinensäckchen (wie kleine Beutel) abgefüllt und darin gegart.

Regionale Verbreitung

Blutwurst gibt es in fast allen Bundesländern und ebenfalls im europäischen Ausland. Diese Art der Abfüllung in Säckchen und die Herstellung sind westfälischer Natur.

Tradition/Geschichte

Eine der ältesten Wurstsorten der Menschheit ist Blutwurst. Ähnlich wie bei anderen Würsten hat man diese Art der Verwurstung entwickelt damit man kein Teil des wertvollen, geschlachteten Tieres wegwerfen musste.

Blut ist eines der Schlachterzeugnisse (Abfälle wollte ich nicht schreiben) das besonders schnell verarbeitet werden mußte, da es sonst geronnen wäre. Aus diesem Grund wurde Blutwurst sofort, noch am Schlachttag hergestellt

Zusätzlich zum Blut wurden noch Speck, gekochten Schwarten, gekochter Schweinemaske und Innereien verwendet.
Zum Andicken dieser Masse wird dann, und auch das ist eine Eigenart der westfälischen Beutelwurst, Roggenschrot verwendet.

Herstellung

Das Deutsche Lebensmittelbuch schreibt in Leitsatznummer 2.232.12 u.a. für Beutelwurst vor, dass das verwendete Mehl bei der Westfälischen Beutelwurst aus Roggenschrot bestehen muss!

Als Erstes läßt man den Roggenschrot in einer gehaltvollen Wurstbrühe ausquellen. Ist der Roggenschrot ausgequellt wird er zusammen mit dem Schweineblut zu einer feinen Masse im Schneidmischer gekuttert.
Hierunter mischt man dann zerkleinerte Zwiebeln, gewürfelte Schweineschwarten, Speck sowie gekochte Schweinefleischabfälle und Innereien.
Gewürzt wird die Masse mit Nitritpökelsalz, Pfeffer, Piment, Gewürznelke, Muskat, Majoran und Zimt.
Die original westfälische Beutelwurst wird dann traditionell in Leinenbeutel abgefüllt und diese in einer Wurstbrühe gegart.
Abschließend wird die Wurst ausgekühlt.

Zubereitung

Zum Verzehr der Wurst wird der Leinenbeutel entfernt. Die Westfälische Beutelwurst kann man kalt essen, oder in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden, welche in der Pfanne gebraten werden.
Dazu ißt man Bauernbrot

Aussehen und Geschmack

Westfälische Beutelwurst hat das selbe typische Aussehen wie Blutwurst. Von rötlicher Farbe, schnittfeste Konsistenz und etwas grob – man sieht deutlich weiße oder hellrosa Speck- und Fleischwürfel.

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