Alter
Die Geschichte des Altbiers reicht zurück bis in die die römische Antike. Die älteste Alt-Brauerei der Welt ist die Bolten-Brauerei in Korschenbroich bei Mönchengladbach. Die Bolten-Brauerei braut dort das traditionelle „Ur-Alt“. Die Braurechte sind datiert auf das Jahr 1266!
Geschichte
Bis ins 19. Jahrhundert trank man das sogenannte Braunbier, das dann durch das Alt abgelöst wurde.
Häufig liest man, der Name “Alt” würde vom lateinischen “altus” kommen. Altus bedeutet hoch oder oben, was wiederum auf die Brauweise mit obergäriger Hefe hinweisen soll. Dieses ist jedoch falsch.
Bis ins 19.Jahrhundert war Alt das einzige Bier in Westfalen. Als dann, untergärige, helle Lagerbiere aus dem süddeutschen Raum modern wurden, waren das die “neuen” Biere und das, was man traditionell braute, war eben das “alte” Bier. “Alt” steht also für ein Bier nach alter, traditioneller Brauart.
Unterscheidung
Altbier ist vor allem am Niederrhein und in Westfalen verbreitet. Aufgrund der unterschiedlichen verwendeten Malze in diesen Regionen, kann man Altbier in die Sorten Düsseldorfer Altbier und Westfälisches (oder Münster) Altbier unterscheiden.

Dann gab es noch ein drittes Altbier, das es 35 Jahre nicht gab. Das stark eingebraute und leicht säuerliche Dortmunder Altbier. Es wurde auch als Adambier bezeichnet. Historisch wurde es von der Dortmunder Bergmann Brauerei hergestellt. Die Namensrechte wurden 2005 vom Dortmunder Mikrobiologen Thomas Raphael für 300 Euro erworben und 2007 war es dann soweit. Nach über 35 Jahren wurde nach alter Rezeptur wieder ein Dortmunder Bergmann Bier gebraut, das man auch online hier beziehen kann: https://harte-arbeit-ehrlicher-lohn.de/onlineshop/
Marken
Düsseldorf
- Hausbrauerei Alter Bahnhof Oberkassel
- Vereinshaus Brauerei Unterbach (geschlossen seit 12/2013)[5]
- Brauerei Kürzer
- Brauerei Johann Albrecht in Niederkassel
- Brauerei Schumacher
- Uerige
- Brauerei im Füchschen
- Brauerei zum Schlüssel
Niederrhein
- Brauerei Gleumes, Krefeld
- Brauerei Schlüffken, Krefeld
- Brauerei Königshof, Krefeld
- Oettinger, Mönchengladbach
- Hensen Brauerei, Mönchengladbach-Waldhausen
- Diebels-Brauerei, Issum (gehört zur ABInBev-Gruppe)
- Bolten, Korschenbroich
- Brauerei Im Dom, Neuss
Westfalen
- Pinkus Müller, Münster
- Gruthaus, Münster,
- Barre, Lübbecke
- Vormann Brauerei, Hagen-Dahl (Alt aus Dahl)
- Warsteiner, Warstein
- Paderborner Brauerei, Paderborn
- Krombacher Brauerei, Kreuztal
- Radeberger Gruppe (Dortmunder Actien Brauerei, Dortmund (Hansa Alt , Schlösser Alt, Freigraf Alt)
- Braumanufaktur Pohlmann, Museumsbrauerei im LWL-Freilichtmuseum in Hagen
Übriges Rheinland
- Hellers Brauhaus, Köln
- Helios-Braustelle, Köln-Ehrenfeld
- Ratinger Brauhaus, Ratingen
- Erzquell Brauerei Bielstein Haas & Co., Bielstein (Wiehl)
Herstellung
Wie oben schon kurz angedeutet ist Altbier ein obergäriges Bier, das mit obergäriger (Altbier-)Hefe eingebraut wird. Wie in der kleinen Bierkunde angedeutet, war es vor der Erfindung der Kältemaschine durch Carl von Linde (1873) schwer, obergärige Biere zu kühlen. Man brauchte Unmengen von Eis. Ohne Kühlung aber verdarb die an der Oberfläche des Bieres schwimmende Hefe. Die dunkle Farbe rührt her vom Röstmalz.
Das westfälische Altbier unterscheidet sich vom Düsseldorfer Altbier durch einen 1/3 Anteil Weizenmalz (etwa ein Drittel) und damit einhergehend einem geringeren Anteil dunkler Gerstenmalze. Die Farbe des westf. Alt ist daher etwas heller und die Krone (man sagt auch “Feldwebel”) etwas cremiger.



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