Bierroute Teutoburgerwald

Mein Vorschlag für eine Teutoburgerwald Tour. Sie können diese Tour natürlich beliebig erweitern, oder auch Ziele streichen, die Sie villeicht schon kennen:

Tag 1. Am Abend sollten Sie sich eine Unterkunft in Detmold beziehen
Tag 2. Am ersten Tag wollen wir den Teutoburgerwald Kennenlernen und machen einen Rundwanderweg von knapp 22 km, 6,75 Std. vom Hermanndenkmal zu den Externsteinen und zurück.

Wenn Sie sich das Höhenprofil anschauen wollen, schauen Sie bitte hier: https://www.ich-geh-wandern.de/gps-daten/externsteine-hermannsdenkmal-rundwanderung . Hier können Sie sich auch die GPX Datei herunterladen.

Was gibt es zu sehen?
1. Das Hermannsdenkmal.

© hkama / Adobe Stock. Bild Nummer: 314769132

Vorweg: das Hermannsdenknmal zeigt den Cherusker-Fürsten Arminius, doch wieso heißt dann das Hermannsdenkmal “Hermanns”-Denkmal und nicht Arminiusdenkmal? Die Forschung geht heute davon aus, das selbst Arminius nicht sein richtiger Name war, sondern der, den ihm die Römer gegeben haben. Sein richtiger Name ist unbekannt. Den Namen Hermann verdankt Arminius Martin Luther. Arminius trug die lateinische Bezeichnung “dux belli” was soviel heißt wie Anführer im Krieg. Martin Luther übersetzte “dux belli” mit “Herr man” und so wurde aus Arminius Hermann.
Die Geschichte der Varus-Schlacht, in der Arminius (* um 17 v. Chr.; † um 21 n. Chr.) als Oberbefehlshaber der Germanen, drei römische Legionen unter Führung von Publius Quinctilius Varus (* 47/46 v. Chr. in Cremona; † 9 n. Chr. in Germanien) besiegte, kennen viele Geschichts-Interessierte in ganz Deutschland. Darüber wurde schon in vielen TV Sendungen berichtet. Sehr viele kennen auch den Streit darum, wo die Schlacht denn real stattgefunden hat: In Kalkriese bei Osnabrück, oder im Teutoburger Wald bei Detmold? Weit bevor die Ärchäologen die ersten Entdeckungen bei Kalkriese machten, hatte man allerlei römische Gegenstände im Teutoburger Wald bei Hiddesen/Detmold gefunden und so glaubten die Archäologen und eben auch der Bildhauer Ernst von Bandel an die Schlacht bei Detmold, und da Arminius von vielen Deutschen zum “ersten Deutschen” hochstilisiert wurde, wollte EvB Arminius unbedingt ein Denkmal setzen: Das Hermannsdenkmal.
Das Hermannsdenkmal ist in Ostwestfalen-Lippe eigentlich DAS Ausflugsziel Nr.1 und deutschlandweit, soweit ich weiß, die größte Kollossalstatue.
Doch ganz so, wie viele Deutsche oder auch Ernst von Bandel glaubten, hat sich die Geschichte nicht abgespielt. Arminius war nicht der heroische Germane der als Patriot zum Kampf gegen die Römer blies. Heute sieht die Forschung Arminius eher als den Anführer einer Revolte von germanischen Hilfstruppen in römischen Diensten.
Sowohl Arminius’ Vater als auch sein Onkel Inguiomer standen auf Seiten der Römer und waren unter den Cheruskern pro-römisch. Der Bruder Flavius, wie auch Arminius, dienten als Führer germanischer Verbände im römischen Heer und lernten so römische Kampf-Taktik kennen. Auf Grund seiner Verdienste erhielt er sogar das römische Bürgerrecht , sowie den Rang eines Ritters! Das war so um 4 n.Chr. – 6 n.Chr..
Um 7 n.Chr – 8 n.Chr. kehrte Arminius in das Stammesgebiet der Cherusker zurück. Er war jedoch nicht der alleinige Cherusker Führer – im Gegenteil – es gab viele erbitterte Auseinandersetzungen.
In dem Moment, 9 n.Chr., wo der Statthalter Publius Quinctilius Varus bis an die Weser vorrückken und Cherusker-Territorium einnehmen wollte, war für Arminius, im heutigen Sprachgebrauch, die rote Linie überschritten.
Wochen vor dem geplanten Einmarsch der Römer hielten sich Arminius und seine Gefolgsleute im Lager der Römer auf und tafelten auch mit den Römern und Varus. Zum einen erfuhren sie so vieles über die geplanten Aktionen der Römer, zum anderen konnten sie Falschmeldungen streuen, die die römischen Legionen beeinflußten. Im ersten Moment mag man denken, wie unvorsichtig von den Römern, doch Varus vertraute Arminius, denn der hatte immerhin das römische Bürgerrecht und war Ritter!
So streuten die Germanen das Gerücht von Unruhen in einem ganz bestimmten Gebiet. Der römische Fürst Segestes witterte Verrat, wollte Arminius in Ketten legen lassen und Varus von einer Schlacht diesem Gebiet abhalten, zumal sich die römischen Verbände auf unbekanntem Terrain bewegen würden. Doch Publius Quinctilius Varus lehnte ab. Er vertraute Arminius. So kam es, wie es kommen mußte.
Die Germanen lockten die römischen Truppen in unwegsames, sumpfiges Gelände. Dort kannten sich die Germanen aus, doch die römischen Truppen, die in geschlossener Formation agierten, hatten das Nachsehen.
Heute wird oftmals so getan, als sei das der Untergang des römischen Reiches gewesen, doch dem war nicht so. Es war nicht mehr als eine empfindliche Niederlage, doch es hielt die Römer ab, weiter in germanisches Gebiet vorzudringen.
Aber wo hatte nun die Schlacht stattgefunden? Man weiß es bis heute nicht genau. Auf Grund von Ausgrabungsfunden ging man vom Teutoburger Wald aus, doch viele Jahre später fand man Münzen und Rüstungsgegenstände in größeren Mengen bei Kalkriese und so nimmt man heute an, dass die Schlacht dort stattfand. Eine genaue Bestimmung könnte die Lage des Sommer- und Winterlagers der Römer liefern, da die Kämpfe nie weit entfernt dieser Lager stattfanden, doch auch die Position dieser Lager ist bis heute ungeklärt.
Was wurde aus den beiden Anführern? Varus beging noch auf dem Schlachtfeld Selbstmord und Arminius wurde, gerade mal 37 Jahre alt, 21 n.Chr. ermordet.

Eine interessante Seite hierzu: http://www.varusschlacht-im-teutoburger-wald.de/

Der Bildhauer Ernst von Bandel glaubte zwar an die Schlacht bei Detmold, doch der Standort des Denkmals gibt nicht den geglaubten Standort der Schlacht wieder. Vielmehr sollte das Denkmal von weitem sichtbar sein. Aus diesem Grund entschied man sich für den 386m hohen Berg Grotenburg und hier für einen Platz in einer Ringwallanlage, genannt Großer “Hünenring”. Diese Ringwallanlage wurde durch den Denkmalsbau weitestgehend zerstört. 1905 fanden Grabungen statt die Holzspuren zu Tage förderten , das auf 300 v.Chr. datiert wurde.

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Das Hermannsdenkmal ist untrennbar mit seinem Schöpfer verbunden, der zeitlebens daran arbeitete. Ernst von Bandel steckte sein ganzes Vermögen in das Denkmal und verzichtete auch noch auf ein Künstlerhonorar, weshalb die Baukosten des Denkmals “überschaubar” blieben. Gegen Bauende lebte er dauerhaft in einer kleinen Hütte unterhalb des Denkmals. Die Bandel-Hütte existiert noch heute und kann besichtigt werden.

Info Hermannsdenkmal
Gesamthöhe: 53 Meter
Höhe der Kupferstatue: 26,57Meter
Anzahl der Kupferplatten: 200
Gewicht der Statue inkl. Standplatte: 42,8 t
Höhe des Sandstein-Unterbaus: 26,89 m
Höhe des Sockels: 2,2m
Öffnungszeiten:
Eintrittspreis:
Homepage:
GPS-Position:

2. die Externsteine
Die Externsteine bei Horn Bad Meinberg

© normen64 / Adobe Stock. Bild Nummer: 22410955

Die Externsteine sind eine Natursehenswürdigkeit in der Nähe des kleinen Ortes Horn Bad Meinberg

Auf dem Weg liegt auch die Adlerwarte Berlebeck. Die habe ich selbst schon besucht und ist mit den vielen Flugvorführungen sehr sehens- und besuchenswert.

Tag 3. Heute sollten Sie nach der langen Wanderung entspannen und besuchen die Brauerei Strate.

Die Brauerei besitzt Kultstatus, ist ist ein Familienunternehmen und wird heute von Frau R. Strate und ihren beiden Töchtern geleitet. Gebraut werden leckere Bierspezialitäten wie das Detmolder Pilsener, Detmolder Landbier, Weizen und Kellerbier. Die Brauerei wurde 1863 gegründet, ist denkmalgeschützt und gilt als eine der schönsten Brauereien Deutschlands. Die Brauerei kann besichtigt werden (Termin vereinbaren). Nach der Führung können Sie einkehren und das Detmolder Bier genießen.

Brauerei Strate
Palaisstraße 1, 32756 Detmold
https://brauerei-strate.de
Führungen: https://brauerei-strate.de/besichtigung-tasting/

Tag 4. Wir checken in Detmold aus und fahren Nach Nieheim.
Dort und im Kreis Höxter befindet sich das Westfalen Culinarum. Das sind vier Museen, die die fünf westfälischen Grundnahrungsmittel Brot, Käse, Schinken, Bier und Schnaps anschaulich präsentieren.
Zum Beispiel gehört eine Schau-Brauerei dazu, wo das Nieheimer Bürgerbier hergestellt wird, das man dann auch kosten darf. Nieheimer Bürgerbier ist wie folgt einzuordnen: untergärig und unfiltrierte, bernsteinfarben, ähnelt einem Märzen.
Desweitere erfährt man viel über westf. Schinken, oder auch das westf. Schwarzbrot “Pumpernickel”

https://de.wikipedia.org/wiki/Westfalen_Culinarium
https://www.nieheim.de/Tourismus-Freizeit/Museen-//index.php

Alle zwei Jahre, am ersten Septemberwochenende, findet in Nieheim der berühmte Käsemarkt statt. Dort präsentieren weit mehr als 60 Käseproduzenten aus Deutschland und Europa ihre Käse, wie z.B. Bergkäse aus Österreich oder Brie aus Frankreich. Dazu präsentieren 11 Deutsche Winzer ihre Weine, die zum Käse passen.

Aber selbt wenn Sie diese Tour machen und es ist kein Käsemarkt – Nieheim ist ein Kurort mit viel Fachwerkhäusern, guter Luft und ist besuchenswert.

Wie Sie unter Kulinarisches gelesen haben, kommt auch aus Nieheim eine westfälische Spezialität: Nieheimer Käse. Ein ettarmer, eiweißreicher Sauermilchkäse. Wenn Sie also noch Zeit haben können Sie auch die Nieheimer Schau-Käserei besuchen.

Menne´s Nieheimer Schaukäserei
Hospitalstraße 22, 33039 Nieheim
Tel: 05274 472
info@dieschaukaeserei.de

Tag 5. Nun fahren wir weiter nach Rheder und Höxter
Wir übernachten am besten irgendwo dazwischen. Zum Beispiel im

Landhotel Weserblick
Kasseler Str. 2, 37688 Beverungen
0527336220
https://www.landhotel-weserblick.de/

das ist eigentlich recht gut bewertet.
Von hier aus können wir die Schlossbrauerei Rheder in Brakel bei Bad Driburg besuchen. Die zum Brauen verwendete Gerste wächst auf schlosseigenem Grund und Boden und das Wasser stammt aus dem angrenzenden Naturschutzgebiet Sieseberg.
Die Brauerei kann besichtigt werden, aber auch die Brauereifeste sind besuchenswert und sehr zünftig. Da wäre zum Beispiel das Mai-Fest und der Bockbier-Anstich im September. Am Besten über die Internetseite informieren

Schlossbrauerei Rheder
Nethetalstraße 10, 33034 Brakel
https://www.schlossbrauerei-rheder.de

Tag 6. Besichtigung der Welterbestätte und ehemalige Benediktinerabtei Schloss Corvey in Höxter

Schloss Corvey
Besichtigung nur mit Führung und in Absprache
https://corvey.de/besucher/

Sollte der Tagnoch nicht um sein, könnte Sie auch noch dem Weser Skywalk und Hannoversche Klippen einen Besuch abstatten

Weser Skywalk und Hannoversche Klippen
Marxfeld 2, 37688 Beverungen
https://www.kulturland.org/Aktivitaeten/Erlesene-Natur/Erlebnisgebiete/Weser-Skywalk-und-Hannoversche-Klippen/

Tag 7. Nun fahren wir weiter nach Dalheim

[Quelle: https://www.nrw-tourismus.de/bierroute-teutoburgerwald#dalheimerklosterbraeu ]:
Kloster Dalheim können Besucher Handwerksbetriebe besichtigen, die im 15. Jahrhundert fest zum Leben hinter den Klostermauern gehört haben. Das Jahr über gibt es Vorführungen, bei denen die historischen Handwerkstechniken zum Einsatz kommen: Ein 200 Jahre alter Steinofen backt himmlische Streuselkuchen, in der Schmiede fliegen Funken und in der Klosterbrennerei werden Dalheimer Liköre gebrannt. Kostprobe inklusive! Für Bierfreunde ist die Brauerei besonders interessant. Zwei gläserne Braukessel im historischen Gewölbekeller geben Einblicke in die Reifeprozesse. Früher brauten an diesem Ort die Dalheimer Chorherren ihr Bier, heute wird hier das Dalheimer Klosterbräu gebraut und zu besonderen Anlässen ganz spezielle Biere, wie etwa das Lutherbräu zum Reformationsjubiläum in 2017. Zwar ist der Gewölbekeller mit den Braukesseln jederzeit begehbar, allerdings wird nur an ausgewählten Brautagen Bier gebraut. Eine Führung kann vorher vereinbart werden.

Tag 8. Nun fahren wir nach Lübbecke (nicht zu verwechseln mit Lübbeck!)
Das ist zwar nicht mehr Teutoburgerwald, sondern Wiehengebirge, aber in Lübbecke, in der Barre Brauerei befindet sich das einzige Brauerei-Museum Ostwestfalen-Lippes.
Doch unterwegs könnte man auch noch in Herford Halt machen. Hier befindet sich die Brauerei meiner Heimatstadt: die Herforder Brauerei GmbH, die mit zu den größten Privatbrauereien Deutschlands zählt. In den 80er Jahren hatte die Brauerei einen Jahresausstoß von 1 Millionen Hektoliter. Momentan finden keine Führungen statt (Anfang 2023) aber in der Vergangenheit war es möglich.
Von hier fahren wir dann weiter nach Lübbecke.
In den alten Gewölben der Barre brauerei befindet sich besagtes Brauerei Museum mit alten Brauereimaschinen und Werkzeugen.
Auch der Magen kommt nicht zu kurz, denn hier kann man auch sehr gut essen.

Tag 9. Letzter Tag. Wir besuchen die Porta Westfalica mit dem Kaiser Wilhelm Denkmal

© RuZi / Adobe Stock. Bild Nummer: 222108431
© Joppi / Adobe Stock. Bild Nummer: 383571585

Hintergrund
Nachdem Kaiser Wilhelm I. am 9. März 1888 gestorben war, wurden ihm vielerorts Denkmäler geplant und gebaut. Das Denkmal an der Porta ist eines der letzten Großdenkmäler, das Kaiser Wilhelm I. gewidmet war. Die Initiative für den Denkmalbau ging vom Landrat des Kreises Minden, Alexander von Oheimb aus. Der Abgeordnete Hösch hatte bereits im April 1888, also nur einen Monat nach dem Tode
Kaiser Wilhelms I., die Porta Westfalica als Standort vorgeschlagen, und die Mindener Stadtverordnetenversammlung nahm diesen Vorschlag auf. Beauftragt wurde das Denkmal durch den Landtag
der Provinz Westfalen (NRW existierte noch nicht). Am 15. März 1889 wurde sowohl über das Denkmal angestimmt, als auch über den Standort. Als Alternativstandort war die Hohensyburg beim Dortmunder Stadtteil Syburg vorgesehen.
Planungen und Auftragsvergabe
Der aus Herzebrock stammende Bildhauer Caspar von Zumbusch wurde als Bildhauer für die Bronzefigur gefunden. Aber wem sollte man die architektonische Gestaltung übertragen? Die Provinz Westfalen entschied sich dafür einen Architektenwettbewerb auzuschreiben. Diesen Architektenwettbewerb entschied der junge Berliner Architekt Bruno Schmitz für sich. Bruno Schmitz hatte bereits von sich reden gemacht, denn er hatte zuvor schon den Wettbewerb für das Kyffhäuserdenkmal gewonnen. Bruno Schmitz zeichnet ebenfalls verantwortlich für das Denkmal am Deutschen Eck in Koblenz (1897) und
das Leipziger Völkerschlachtdenkmal (1913).
Bau des Denkmals
Drei Jahre nach der Abstimmung im Landtag, im Sommer 1892, begann man mit den Vorbereitungen zum Bau, der fünf Jahre dauern sollte (1892 bis 1896). Man denkt da nicht so dran, aber der Bau des Denkmals gab mehr als 200 Menschen Arbeit, denn es gab Maurer, Steinhauern, Schmiede, Schlosser und Wegebauer auf der Baustelle.
Der verwendete Sandstein, sogenannter Portasandstein, stammte aus der Region.
Am 18. Oktober 1896 wurde das Denkmal im Beisein von Kaiser Wilhelm II. und Kaiserin Auguste Viktoria im Rahmen einer Feier eingeweiht, an der zwischen 15.000 und 20.000 Menschen teilnahmen.

Info Kaiser-Wilhelm-Denkmal
Gesamthöhe: 88m
Höhe des Baldachin mit Kaiserkrone: 51m
Höhe des Bronzestandbildes: 7m
Höhe des Steinsockels: 5m
Baumaterial: Portasandstein
Baukosten: 833.000 Goldmark
Volumen des gebauten Mauerwerkes: 13.000m3
Länge aller Treppenstufen: 3.000 Meter

Die Porta Westfalica ist der Durchbruch der Weser zwischen Wiehengebirge und Wesergebirge. Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal steht auf der Seite des Wiehengebirges und hier auf dem Wittekindsberg.
(Zur Wittekind-Sage lesen Sie bitte hier: Wer war Widukind?)
Unter dem Denkmal wurden viele Stollen zur Eisenerzgewinnung angelegt – der sogenannte Denkmalsstollen. Im Dritten Reich, die Erzgewinnung war unretabel geworden, wurden ab März 1944 die Stollen mit über 1300 KZ-Häftlingen weiter ausgebaut. Im zweiten Weltkrieg sollten hier rüstungswichtige Produkte feindsicher hergestellt werden.
Nach Kriegsende war diese Gegend britisch besetzt und die britische Verwaltung entschied den Stollen unbrauchbar zu machen und ihn zu sprengen. Man hatte Angst dass das Denkmal einstürzen würde, doch am 23. April wurde der Stollen gesprengt. Das Denkmal bliebt zwar unbeschädigt doch Teile der Ringterrasse (Vorplatz) stürzen ab. Der Rest mußte abgestützt werden und ein Zaun sicherte das unsichere Gelände. Dieser Zustand blieb so bis 2016 (!). Im Zuge der Sanierungsarbeiten von 2014 – 2017 wurde die Ringterrasse rekonstruiert und wiederhergestellt.


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