Diese “schlesischen” Seiten widme ich meinen Vater, der in Oberschlesien geboren wurde und nach dem Krieg nach Ostwestfalen vertrieben wurde.
Aber wieso befasse ich mich auf seiner Seite über NRW mit Schlesien? Als nach dem Krieg viele Schlesier vertrieben wurden, flohen sie zu einem großen Teil nach NRW. Ich bin kein Historiker, aber vielleicht hat es auch damit zu tun, daß viele schlesische Regionen, wie z.B. Kattowitz (heute: Katowice), vom Bergbau geprägt waren, was ja auch zu der Zeit auf NRW zutraf.
Schlesien das ist heute für viele Deutsche Polen, aber die germanische Geschichte Schlesiens reicht zurück bis 100 n. Chr. .
Am 17. Juni 2021, empfing der ehemalige MP Armin Laschet den Marschall der Woiwodschaft Schlesien und unterzeichnete eine “Gemeinsamen Erklärung über die Zusammenarbeit und den weiteren Ausbau der freundschaftlichen Beziehungen zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und der Woiwodschaft Schlesien”. Der ehemalige MP Armin Laschet sagte damals: “Nordrhein-Westfalen und Schlesien blicken auf eine langjährige Freundschaft und intensive Partnerschaft und Zusammenarbeit im Bereich des Strukturwandels und der wirtschaftlichen Transformation zurück…… .”
Natürlich haben die Vertriebenen auch eine eigene schlesische Kultur mit nach NRW gebracht, über die ich so gut ich kann berichten möchte, denn auch ich habe schlesische Wurzeln, da mein Vater in Kattowitz geboren wurde und mit 3 Jahren vertrieben wurde und sich mit seiner Familie in Ostwestfalen niederließ. Ich werde oft gefragt, ob ich denn auch polnisch spreche. Also polnisch schon mal gar nicht, sondern, wie der Schlesier sagen würde Schläsisch oder Schläs’sch. Nein, spreche ich leider nicht.
Mein Vater hat oft von schlesischen Gerichten, wie z.B. Makufkis gesprochen. Ich denke, er meinte Makowki (schlesische Mohnklöße) und eines Weihnachten hat meine Mutter tatsächlich Makowki gemacht. So begann ich mich für schlesische Gerichte zu interessieren die ich hier nach und nach dokumentieren möchte.
Zu guter Letzt noch eine Anmerkung: Landmannschaften Vertriebener sind in den vergangenen Jahrzehnten immer mal wieder mit der Forderung aufgefallen, man müsse für die Rückgewinnung der alten Gebiete kämpfen. Dem schließe ich mich nicht an und selbst mein Vater, der nicht mehr lebt, wäre nie zurück gegangen! Ich möchte aber, dass schlesische Kultur, oder schlesisches Kulturgut nicht verloren geht.


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