Bedeutung
Ich habe wirklich lange gegoogelt und viele Seiten überprüft, habe aber leider nichts über die Herkunft des Wortes “Möpken” finden können. Wer die Herkunft kennt, bitte melden.
Im “Wörterbuch Ravensbeger Platt” steht unter Möpke als Bedeutung “Lebkuchen”. Keine Ahnung ob es damit zu tun hat.
Regionale Verbreitung
Möpkenbrot ist eine westfälische Spezilität. In Ostwestfalen/Lippe liest man öfter auch die Bezeichnung Wöpkenbrot.
Tradition/Geschichte
Wie bei der Beutelwurst auch, wollte man beim Schlachten möglichst viel vom Schwein verwenden und das möglichst schnell, bevor das Blut geronn, oder Fleisch schlecht wurde. In der Landwirtschaft war das früher schlicht eine wirtschaftliche Notwendigkeit.
Am Schlachttag wurden die hergestellten Würste gebrüht. Mit dieser z.T. gehaltvollen Wurstbrühe mischte man das aufgefangene Schweineblut. Hierzu mischte man geringwertigere Teile , Maske, Speck und Schwarte vom Schwein. Man kann sich sicherlich vorstellen, daß das immer noch eine sehr flüssige Angelegenheit war. Also mischte man so lange Mehl oder Schrot darunter, bis man die Masse zu Laibern oder Kugeln formen konnte. Ich selbst kenne es eigentlich in Form eines Laibes, von dem der Metzger dann später Scheiben nach Bedarf abschneidet. Diese Laiber wurden in der restlichen Wurstbrühe gegart.
Herstellung
Im Leitsatz 2.232.12 des Deutschen Lebensmittelbuchs: Leitsätze für Fleisch und Fleischerzeugnisse wird geregelt, dass Möpkenbrot aus Speck, Schwarten, Schweinemasken, evtl. Innereien und Blut besteht. Besagter Leitsatz schreibt vor, daß die Masse mit Roggenschrot abgebunden werden muß.
Hierzu mischt im gleichen Verhältnis Blut-Schwartenmasse, klein gewürfeltem Speck, Schwarten, fettreiches Schweinefleisch und fein gehackte Inneren. Der Brei wird dann mit Nitritpökelsalz, Pfeffer, Gewürznelken, Piment, Muskat und Majoran gewürzt.
Anschließend wird so viel Ropggenschrot hinzu gegeben, aber auch Weizenmehl und Roggenmehl, bis die Masse formbar ist. Die Masse wird zu Laibern geformt und anschl. so lange gebrüht brüht, bis es schnittfest ist.
Anschließend läßt man das Möpkenberot abkühlen.
Aussehen und Geschmack
Klingt ekelig wenn man liest “Schweineblut mit Wurstbrühe”, aber man bedenke: Wenn man zu einer Brotzeit Blutwurst dazu bekommt, ist das im Prinzip nicht anderes. Möpkenbrot ist im Prinzip eine Blutwurst. Möpkenbrot ist von schnittfester Konsistenz und fein bis mittelgrob. Wie bei Blutwurst auch, erkennt man an der Schnittstelle weiße und hell-rosa Speck- und Fleischwürfel.
Zubereitung
Hat ein Metzger Möpkenbrot in Form eines Laibes vorliegen, wird dieser in Scheiben geschnitten.
Diese werden dann in Butter beidseitig gebraten. Dazu serviert man Zwiebelringe.
Möpkenbrot kann man aber auch wie Blutwurst essen: kalt aufgeschnitten oder gebraten.
Zu Himmel un Ääd kann man Möpkenbrot auch sehr gut essen, sollte keine Wellwurst vorhanden sein.
Bezugsquellen
Möpkenbrot wird auch heute noch von vielen westfälischen Fleischern angeboten. Wenn Sie in NRW leben, einfach mal googeln oder vor Ort nachfragen.
Mit überregionlem Verkauf und online habe ich diese gefunden:

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