Killepitsch

Killepitsch ist ein Düsseldorfer Kräuterschnaps, der bekannt wurde durch den Ausschank in der Probierstube „Et Kabüffke“ im “Haus Goldener Helm” in der Flinger Straße gegenüber der Gaststätte “Uerige”. Killepitsch war früher eine Düsseldorfer Spezialität, doch heute wird er auch in andere Länder exportiert und wenn man den Quellen Glauben schenken darf, wurde z.B. 2005 eine Million Liter Killepitsch produziert und vertrieben.

Doch wie ist der Kräuterschnaps eigentlich zu dem komischen Namen gekommen? Man erzählt sich die Geschichte, daß im zweiten Weltkrieg, Willi Busch (späterer Inhaber der Likörfabrik) und Hans Müller-Schlösser (ein Düsseldorfer regionaler Dichter und Dramatiker) sich in einem Luftschutzbunker unterhalten haben und Willi Busch sagte zu seinem Gegenüber:”Ech sach dech bloß ens Hans, koome meer he heil erus, dat se ons nit kille, dann brau ech dech ö Schabäuke, do kannste de Zong noh lecke, dann dommer eene pitsche on dä kannste dann von mech us.”

Als 1955 die Kneipe „Et Kabüffke“ eröffnet wurde, verwendete man den Namen erstmals für den Likör. Ich bin zwar schon in Düsseldorf gewesen, da meine Lebenspartnerin beruflich öfters in Düsseldorf zu tun hat und ihr Düsseldorf so gut gefällt, habe es aber leider noch nicht überprüft, aber angeblich wird dort Killepitsch dort noch immer aus einem kleinen Fenster heraus an Passanten ausgeschenkt.

Wie bei vielen Kräuterschnäpsen ist die Rezeptur noch heute ein gehütetes Familiengeheimnis. Angeblich wird Killepitsch aus 98 verschiedenen Essenzen, aus Kräutern, Beeren und Früchten aus der gesamten Welt hergestellt. Nach dem Mischen dieser Zutaten lagert der sogenannte Killepitsch-Premix noch ein Jahr in alten Tongefäßen. Danach wird er durch die Zugabe von Alkohol, Wasser, Zucker und Karamell zu dem bekannten Likör verarbeitet

error: Content is protected !!