Kleine Bierkunde

In den unterschiedlichen NRW Regionen wird sehr unterschiedliches Bier gebraut. Sicherlich haben Sie schon einmal von Kölsch oder auch von Altbier gehört und von Pils, vermute ich mal, sowieso. Damit Sie wissen worin die Unterschiede liegen, zuvor eine kleine Bierkunde.

Deutsche Biersorten

In Deutschland werden folgende Biere gebraut (alphabetisch aufgelistet):
Altbier – Obergäriges Traditionsbier
Berliner Weisse
Bock – Malziges Starkbier
Dunkles Bier – Vollmundiges Bier
Export – Haltbare Biervarianten
Gose – Traditionsbier aus dem Osten
Kölsch – Kölner Sauerbier
Lager – Bier mit geringer Stammwürze
Märzen – Ideales Sommerbier
Pils – Ursprünglich tschechisch
Rauchbier – Bamberger Rauchnote
Schwarzbier – Tiefschwarz und Hopfig
Weizen – Bayrisches Traditionsbier
Zwickel – Süß, fruchtig und gesund

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Herstellungsverfahren: obergäriges und untergäriges Bier.

  1. Obergäriges Bier
    Nach dem Reinheitsgebot von 1516 dürfen in der Bierherstellung nur folgende Zutaten verwendet werden: Gerste, Hopfen und Wasser. Nanu, keine Hefe? Ohne die ist die Herstellung einer Gärung und damit die Erzeugung von Alkohol doch unmöglich. Damals hatte man noch kein Wissen darüber, welche Prozesse sich bei der Gärung abspielen und welchen Anteil die Hefe daran hat. Man verortete die Rolle der Hefe ganz anders und zählte sie nicht zu den Grundsubstanzen einer Bierherstellung.
    Für die Herstellung obergäriger Biere verwendet man obergärige Hefe. Ober- und untergärige Hefe unterscheiden sich darin, bei welcher Temperatur sie Zucker in Alkohol umwandeln. Obergärige Hefe liebt es warm (15° – 20°C). Bi dieser Temperatur wandelt die Hefe am Fleißigsten Zucker in Alkohol um.
    Die obergärige Hefe vermehrt sich, denn Hefe sind Mikroorganismen, und bildet Kolonien, die durch das bei der Gärung entstehende und aufsteigende Kohlendioxid mit an die Oberfläche geschwemmt werden. Deshalb spricht man von obergärig. Da die obergärige Hefe ‚produktiver‘ ist, ist das Bier schneller fertig aber leider auch anfälliger für Pilz- und Bakterienbefall.  
  2. Untergäriges Bier
    Für untergäriges Bier wird untergärige Hefe verwendet. Diese Hefe bildet, im Gegensatz zu obergäriger Hefe, keine Kolonien und treibt dadurch auch nicht an die Oberfläche, sondern sinkt auf den Boden. Deshalb untergärig. Da die Mikroorganismen der untergärigen Hefe es lieber etwas kühler mögen (4°-9°), war die Herstellung untergärigen Bieres nicht ganzjährig möglich. 1870 revolutionierte Carl von Linde das Kältetechnikverfahren und ab da an konnten ganzjährig untergärige Biere gebraut werden.

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Seit Ende der Neunziger Jahre, in Deutschland seit ca. 2010, hat sich ein weiterer Bierbegriff eingebürgert – das Craft Beer. Craft Beer heißt übersetzt eigentlich „handwerklich gemachtes Bier“. Darunter versteht man im Prinzip kleine, unabhängige Brauereien. Wenn es nach Ausstoß und Größe der Brauerei geht, könnten sich aber auch viele herkömmliche Brauereien “Craft Beer Brauerei” nennen. Das alleine definiert den Begriff Craft Beer also nicht. Während viele traditionelle Brauereien mit traditionellem Bitter-Hopfen brauen, experementieren, bzw. brauen viele Craft Beer Brauereien mit neuen Hopfensorten. So gibt es durch Züchtung Hopfensorten mit Geschmack – deshalb hört man manchmal auch den Begriff Aromahopfen. Neue Aromahopfen Sorten sind:

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