Das Schinkenbegräbnis, manchmal hört man auch den Begriff Schinkentod, ist ein traditionelles Auflaufgericht aus der Westfälischen und Rheinischen Küche. Der Begriff Schinkenbegräbnis tauchte unter diesem Namen bereits im späten 19. und Anfang des 20. Jahrhundert in Kochbüchern auf und ist damit sehr traditionell und alt.
Tradition
Im Prinzip ist “Schinkenbegräbnis ein Auflauf, der zur Resteverwertung diente, denn es wurden traditionell Knochenschinken- und Bauchspeckreste zugegeben.
Wenn man im Internet nach Schinkenbegräbnis googelt wird man zu 50% einen Auflauf mit Nudeln finden und zu 50% ohne Nudeln.
Aber was ist denn nun richtig? Da sich diese Seite mit Traditionen des heutigen NRW befaßt, fragte ich mich natürlich, was Tradition war/ist. Was habe ich lesen müssen? Majorie-Wiki: Es gibt auch fälschlich als Schinkenbegräbnis bezeichnete Rezeptvarianten mit Nudeln und Kochschinken, die jedoch nicht der klassischen westfälischen Zubereitung entsprechen.
Nachdem ich lange im Internet gesucht hatte, herrscht nun endlich Klarheit: Das traditionelle Schinkenbegräbnis wird nicht mit Nudeln zubereitet!
Wer meine Beschreibungen der westfälischen Küchen verfolgt hat, wird sich an den Satz erinnern, daß man das verzehrt hat, was man selber angebaut hat. Es wurde selten etwas dazu gekauft. Die westfälische Küche war eher durch Armut, denn durch Vielfalt geprägt. Nudeln, bzw. Pasta, ist jetzt nicht teuer, aber wurde Pasta auf den westfälischen Dörfern selber hergestellt? Wohl kaum. Ich neige deshalb eher zur These, daß Nudel nicht zum Schinkenbegräbnis gehören!


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