Es gibt zwei Arten von Martinssingen, oder Martinisingen:
- Das Luther-bezogene Martinisingen (zum Geburtstag Martin Luthers am 10. November1483)
- Das auf den heiligen St. Martin von Tour bezogene Martinssingen
Zweiteres, das Martinssingen / Martinsumzüge (St. Martin-bezogen)
Dieses Martinssingen, oder Martinsfest ist eher in Westfalen und im Rheinland verbreitet
- Das katholische Martinsfest wird am 11. November gefeiert, dem Gedenktag des heiligen Martin von Tours.
- Kinder ziehen ebenfalls mit Laternen, aber mit anderen Liedern („Ich geh mit meiner Laterne…“ etc.) und mit einem Martinsreiter.
- Typisch ist hier das Teilen von Martinsbrezeln oder Weckmännern (Stutenkerlen).
- Verbreitet ist dieser Brauch stark in Westfalen (besonders im Münsterland und Sauerland), im Rheinland, und in Süddeutschland.
Eine Ausnahme in Westfalen, bildet Ostwestfalen, in dem der Brauch des oben erstgenannten Luther-bezogenen Martinisingen gepflegt wird.
- Das Martinisingen in Ostwestfalen wird am 10. November, also am Geburtstag Martin Luthers, gefeiert.
- Es ist ein protestantischer Brauch, der vor allem in lutherisch geprägten Gebieten beheimatet ist.
- Besonders gepflegt wird er Ostwestfalen-Lippe, insbesondere im Lippischen Land (Detmold, Lemgo, Blomberg, Lage u. a.)
- In Ostwestfalen ziehen Kinder am Abend des 10. November mit Laternen herum, singen Lutherlieder wie „Ein feste Burg ist unser Gott“, und erhalten Süßigkeiten oder Gebäck (z. B. Stutenkerle oder Martinsbrezeln).



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