Blutgemüse

Bedeutung

Das Gericht heißt so, da für den Eintopf Schweinefleisch, Schweineblut und verschiedene Gemüse und Trockenpflaumen verarbeitet werden.

Regionale Verbreitung

Blutgemüse ist ein traditinelles Eintopfgericht der westfälischen Küche

Tradition/Geschichte

Gericht zur schnellen Verwertung von Schweinefleischresten und Schweineblut beim Schlachten

Zutaten für 4 Personen

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Viele Leser mögen vielleicht entsetzt sein – Schweineblut – igitt. Wir sind doch keine Vampire. Aber bedenke bitte, wenn Du Blutwurst ißt, ißt Du auch nichts anderes als Blut und früher, als die Menschen noch ärmer waren, gerade auf dem Land, wurde alles, aber wirklich alles des geschlachteten Tieres verwendet.
Wem das zu widerlich ist, der kann das Schweineblut aber auch gerne durch eine gleiche Menge Wein ersetzen – ist vielleicht etwas zeitgemäßer 🙂

Zubereitung

  1. Zuerst werden die Trockenpflaumen eingeweicht. Dazu geben wir sie in eine Schlüssel und geben so viel kaltes Wasser hinzu, dass sie bedeckt sind.
  2. Das Fleisch schneiden wir in Würfel
    Die Zwiebeln werden geschält und in Ringe geschnitten.
    Die Zwiebelringe, das Fleisch, die Lorbeerblätter, Nelken, sowie das Salz in einem Liter Wasser 1,5 Stunden köcheln lassen, bis das Fleisch gar ist.
    (Wenn man die Nelken und Lorbeerblätter später nicht mühsam heraussuchen will, kann man auch ein kleines Gewürzsäckchen machen und in das Wasser geben)
  3. Während das Fleisch köchelt schälen wir die Kartoffeln und schneiden sie in kleine Würfel
  4. Die Kartoffel-Würfel geben wir zusammen mit den Pflaumen (samt dem Einweichwasser) zu dem gekochten Fleisch.
  5. Sobald die Kartoffelwürfel “durch” sind, das Blut mit dem Stärkemehl verrühren und das Blutgemüse damit binden.
  6. Nelken und Lorbeerblätter entfernen.
  7. Das Blutgemüse soll einen leicht süß-säuerlichen Geschmack bekommen. Deshalb mit Essig und Zucker abschmecken und servieren

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