Anmerkungen zu saure Nierchen

Wer kennt heute noch “Saure Nierchen”? Das Gericht gab es früher auf vielen Brauhaus-Speisekarten und auch bei uns zu Hause gab es oft “Saure Nierchen”.

Früher war das Schlachten von Tieren mit wesentlich mehr Aufwand verbunden als heute, wo schon vieles automatisiert, zumindest aber motorisiert ist. So war es verpönt Lebensmittel wegzuschmeißen und infolgedessen hat man jedes genießbare Teil des geschlachteten Tieres verarbeitet. Der Verzehr von Innereien hat also eine lange Tradition.

In der Neuzeit verbreitete sich die Meinung, Innereien seien minderwertig und so hat man Innereien an viele Einrichtugen gegeben, die den Armen ein Essen angbeboten haben. Wodurch Innereien sehr schnell den Ruf erhielten, es sei ein “Arme Leute Essen”.
Dazu kommt oft ein starker Eigengeschmackt. Schon einmal Kuddeln (Magen), Saures Lüngerl (Lunge), saure Nierchen, Rinder-Leber, Hirn und Zunge (Ragou Fin) probiert? Einiges davon schmeckt wirklich klasse, anderes widerum mag selbst ich nicht, und es gibt wenig, was ich nicht mag.

Desweiteren ist auch immer wieder eine gewisse Belastung ins Spiel gekommen. Man stelle sich vor welche Aufgaben die Nieren oder die Leber im Körper haben und man kann sich vorstellen, dass dieser Einwand nicht ganz unberechtigt ist. Zusätze im Futter, Gifte auf den Feldern und Hundekot auf Weiden und welche Organe filtern diese Giftstoffe und Keime raus? Die Leber und die Nieren. Ich stehe aber auf dem Standpunkt: Man ißt es ja nicht jede Woche – also, wieso nicht.
Wenn Sie gerne saure Nierchen machen und auf Nummer Sicher gehen wollen, kaufen Sie die Nieren vom Bio Hof.

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