Anfang des 19. Jahrhunderts wurde Nieheimer Käse traditionell auf vielen Höfen im Kreis Nieheim (PLZ 33039) hergestellt. Wie das mit Tradition so ist, wenn man sie nicht pflegt, gerät sie in Vergessenheit und so war es auch mit dem Nieheimer Käse, der zwischenzeitlich fast vergessen war. Durch den Tourismus ist die Tradition jedoch wieder aufgelebt. Leider gibt es nur noch einen Hersteller für Nieheimer Käse, doch die Stadt Nieheim veranstaltet alle zwei Jahre einen Käsemarkt, das Deutsche Käsemuseum steht in Nieheim und es gibt auch eine Schaukäserei. So bleibt die Tradition lebendig
Hospitalstraße 22
33039 Nieheim
Telefon: 05274 472
Telefax: 05274 953778
Internet: www.dieschaukaeserei.de
Bezugsquelle: Mennes Schaukäserei Onlineshop
E-Mail: info@dieschaukaeserei.de
Herstellung
Nieheimer Käse ist ein Sauermilchkäse. Das heißt, man läßt Milch sauer werden und erhitzt sie anschließend auf 50°C.
Dabei setzt sich Quark ab, der in einem Stoffbeutel zum Trocknen aufgehängt wird.
Anschließend wird diese Masse gemahlen und zur Reifung in Holzformen an einen warmen Ort gelagert. Er wird mit Salz und evtl. Kümmel geknetet. Nach der Reifung wird er zu Hand- oder Kochkäse, oder auch hartem, haltbarem Reibkäse verarbeitet.
Im Unterschied zu anderem Sauermilchkäse erfolgt die Reifung beim Nieheimer Käse durch Bakterien- und Hefekulturen – sonst nichts!
Eigenschaften

Der Nieheimer Käses wird in kleinen Stangen (sorry, man sagt ja Laibern) angeboten. Diese sind zylindrisch, haben einen Durchmesser von ca. 4 cm und eine Höhe von ca. 2 cm. Das Gewicht liegt bei 35 g (+/- x).
Sonstiges
Am 13. Mai 2010 wurde Nieheimer Käse als geschützte geografische Angabe nach europäischem Recht eingetragen. Den Namen Nieheimer Käse dürfen also nur Käse tragen, die in der Gemeinde Nieheim hergestellt wurden.



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