Marienwallfahrt

Die Marienwallfahrt in Telgte ist eine sehr alte und bedeutende Wallfahrt im Münsterland.

Was ist Telgte & was genau wird verehrt
  • In Telgte befindet sich ein Gnadenbild der schmerzhaften Muttergottes, eine sogenannte Pietà aus Lindenholz, entstanden etwa um 1370.
  • Dieses Gnadenbild steht in einer Wallfahrtskapelle, die barock ist und seit dem 17. Jahrhundert dieses besondere Andachtsziel ist.

Geschichte & Entwicklung
  • Bereits im Mittelalter (15./16. Jh.) wurde in Telgte verehrt und es gab die sogenannten Umtrachten (Prozessionen), bei denen Stadt und Kirchspiel Telgte Maria unter besonderen Schutz stellten.
  • Nach dem Dreißigjährigen Krieg (17. Jh) wollte Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen die Wallfahrt stärker fördern.
  • 1654 legte er den Grundstein für die Wallfahrtskapelle, die 1657 geweiht wurde.
  • Auch der Wallfahrtsweg wurde in dieser Zeit ausgebaut – Bildstöcke entstanden entlang der Pilgerstrecken, z. B. zwischen Münster und Telgte.
  • 1904 wurde das Gnadenbild offiziell als „Gnadenbild der Kirche“ anerkannt und durch Papst Pius X. geweiht bzw. gekrönt.

Bedeutung & Teilnehmerzahlen
  • Telgte gilt als einer der Hauptwallfahrtsorte im Bistum Münster.
  • Jährlich kommen insgesamt etwa 100.000 Pilgerinnen und Pilger zu den Wallfahrten nach Telgte.
  • Ein besonders großer und bekannter Zug ist die Fußwallfahrt von Osnabrück nach Telgte, die regelmäßig im Juli stattfindet.


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