Halde Hoheward in Herten

Die Halde Hoheward ist ein faszinierendes Beispiel dafür, wie Industrielandschaft in Erholungsraum verwandelt werden kann. Hier sind viele Details — Geschichte, Architektur, heutige Nutzung und wissenswerte Fakten:

Lage & Grundlegendes
  • Die Halde liegt an der Grenze zwischen Herten und Recklinghausen im Ruhrgebiet, NRW.
  • Sie bildet zusammen mit der benachbarten Halde Hoppenbruch den Landschaftspark Hoheward.

Daten & Maße
MerkmalWert
Fläche der Halde Hohewardca. 160–170 Hektar
Höhe über Normalnullca. 152 Meter ü. NN
Höhe über dem umliegenden Geländerund 110 Meter

Das Schüttmaterial kommt aus Bergbau-Resten (Abräume) u. a. der Zechen Ewald, Recklinghausen II und anderer.

Die Endprofilierung und Begrünung waren bis etwa 2016 aktiv im Gang.

Architektur & Besonderheiten
  • Auf dem Gipfelplateau steht ein Horizontobservatorium (fertiggestellt 2008) mit zwei großen Stahlbögen (~45 m hoch), die Meridian und Äquator symbolisieren.
  • Außerdem gibt es eine Horizontalsonnenuhr, mit einem Obelisken (ca. 9 m Höhe), dessen Schatten auf eine große Fläche geworfen wird, um Zeit/Datum zu bestimmen (z. B. Sonnenwenden, Äquinoktien etc.).
  • Auf halber Höhe führt eine Balkonpromenade mit mehreren Aussichtspunkten (so genannte „Balkone“) um die Halde herum. Von dort gibt es schöne Panoramablicke.
  • Ein markantes Stück ist die „Himmelsstiege”, eine Treppe (über 500 Stufen) vom unteren Bereich bis zum Gipfel.
© darkside photodesign / Adobe Stock. Bild Nummer: 302881884

Nutzung & Freizeit
  • Die Halde ist öffentlich zugänglich und wird intensiv als Naherholungsgebiet genutzt: Wandern, Radfahren, Aussicht genießen etc.
  • Es gibt geführte Touren zu Fuß, Führungen, die auch die astronomischen Instrumente (Observatorium, Sonnenuhr) einbeziehen.
  • Mountainbiker und Spaziergänger haben eigene Wege; außerdem wurde eine Cross-Country-Strecke angelegt.

Projekte & Zukunft
  • Ein spannendes Projekt: Ein Tunnel unter der Halde, ca. 650-700 Meter lang, der früher als Teil einer Zechenbahn diente. Der Tunnel soll zum Rad- und Fußweg umgestaltet werden.
  • Dieser Umbau soll Teil der Verbindung „Allee des Wandels“ werden und die Halde besser in das regionale Radwegenetz integrieren. Geplantes Fertigstellungsdatum z. B. in Zusammenhang mit der Internationalen Gartenschau 2027.


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