Tradition
Wer kennt nicht Solinger Messer, oder Klingen? Indirekt hat Kottenbutter damit zu tun, denn an den Wasserläufen der Wupper (man spricht auch von der Region Bergisches Land) standen Kotten (Kotten = norddeutsch: schlichtes Gebäude, das als Wohnhaus oder Werkstatt diente), in denen selbstständige Subunternehmer für die Großen Messer- und Scherenhersteller unter enormen Zeitdruck Stahlrohlinge schliffen.
Trotz der anstrengenden und gesundheitsgefährdenden Arbeit (Staublunge), waren diese Schleifer sehr schlecht bezahlt und konnten sich oft keine richtige Mahlzeit leisten.
Also aßen besagte Schleifer of nur eine doppelte Scheibe Brot (Schwarzbrot, oder Graubrot), mit Butter und geschnittener, geräucherter Mettwurst und oft auch Pferdefleisch. Das war die sogenannte Kottenwurst. Dazu gab es Zwiebelscheiben und Senf.
Dieses Wurstbrot, in Westfalen würde man auch Stulle oder Bemme sagen, wurde im Bergischen Land Kottenbutter genannt.

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